Städtische Wilhelm-Busch-Realschule München
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Geheimakte Schule / MOBBING

FOCUS-SCHULE-   Redakteurin

 

Geheimakte Schule

 

Wutausbruch, Schüler, Pädagoge, Noten, Eltern, Burnout
Hinter dem Schultor herrscht meist Schweigen
 
Wenn es um mobbende Lehrer, unfaire Noten oder bevorzugte Lieblingsschüler geht, prallen Eltern oft gegen eine Mauer des Schweigens. FOCUS-SCHULE blickte hinter die Kulissen des Schulsystems.

 

Vor dem Schultor brodelt die Eltern-Gerüchteküche: Die Sportlehrerin hat den neunjährigen Leo so heftig angebrüllt, dass er weinend aus der Turnhalle lief. Ihre Kollegin benotet Mädchen offenbar grundsätzlich eine Note besser. Und ein berüchtigter Pädagoge hat seine Schüler mal wieder im Klassenzimmer eingeschlossen.

 

Was gern verschwiegen wird


Hinter dem Schultor herrscht meist Schweigen. Mobbende Lehrer, willkürliche Noten, Lieblingsschüler und Burn-out sind tabu an deutschen Schulen. Protestieren Eltern dagegen, spielen Schulleitungen die Vorfälle herunter: Die Note obliege dem Kollegen, der Wutausbruch sei ein Einzelfall.

Diese Verharmlosungstaktik hat Erfolg: Fast nirgends wird offen diskutiert, wo die Grenze zu verbaler Gewalt liegt, was in Schülerakten stehen darf und wie man mit psychisch kranken Lehrern umgeht. Höchste Zeit, den Gerüchten ein paar Fakten zur Seite zu stellen.

 

 

Datenschutz: Was passiert mit sensiblen Daten?

 

„Einige Schulleiter praktizieren Lümmeltausch: Du bekommst zwei Kiffer, dafür nehme ich einen Schläger“, weiß Angelika Bachmann vom Verein „Lernen ohne Angst“.
Colourbox.de       „Einige Schulleiter praktizieren Lümmeltausch: Du bekommst zwei Kiffer, dafür nehme ich einen Schläger“, weiß Angelika Bachmann vom Verein „Lernen ohne Angst“.
 
„Das kommt in die Schülerakte!“ So drohen Lehrer, wenn Schüler über die Stränge schlagen. Leere Worte? Mitnichten: In der Schülerakte, die für jeden Schüler erstmals in der ersten Klasse angelegt wird, zeichnen Klassen- oder Beratungslehrer akribisch alle Ereignisse auf, die für die Schullaufbahn relevant sind.

Die auch „Schülerbegleitmappe“ genannte Akte enthält vor allem Personendaten wie Name, Notfallnummern oder Migrantenstatus. Sie informiert über den Stand des Lernprozesses und die Ergebnisse aus Prüfungen. Zeugnisse und Grundschulempfehlung sind dort ebenso abgeheftet wie Aufzeichnungen zum Arbeits- und Sozialverhalten. Überdurchschnittliche Fehlzeiten werden dort notiert, Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen, psychiatrische Behandlung und Lernschwächen.
 
 

Schweigepflicht existiert nicht


Die Schulleitung und alle Lehrer, die den Schüler unterrichten, dürfen die Akte einsehen. Eine Schweigepflicht existiert nicht. „Der Buschfunk funktioniert sogar zwischen den Schulen“, weiß Angelika Bachmann vom Verein „Lernen ohne Angst“. Einige Schulleiter praktizierten „Lümmeltausch“: Du bekommst zwei Kiffer, dafür nehme ich einen Schläger.

Der Blick in die Akte steht auch Eltern zu – und volljährigen Schülern. „Die Einsicht wird aber immer wieder verwehrt“, kritisiert Angelika Bachmann. Erteilt die Schule die Genehmigung, fehlen oft ganze Seiten – angeblich aus pädagogischen Gründen. Sind einzelne Daten aus Sicht der Eltern nicht mehr erforderlich, können sie beantragen, diese zu löschen. Ein geharnischter Briefwechsel zwischen Eltern und Schule in Rheinland-Pfalz blieb allerdings in der Akte, weil die Schulleitung argumentierte, die Briefe gäben Aufschluss über langfristige „Störungen im Schulverhältnis“.

Pflichtvergessenen Absolventen drohen Beratungslehrer zuweilen damit, dass Hochschulen und Ausbilder alle Missetaten in der Schülerakte nachlesen können. Doch Absolventen können aufatmen: Zwar bewahrt die Schule die Akte noch fünf weitere Jahre auf. Danach aber wandert sie ins Landesarchiv oder wird vernichtet. Keine Hochschule und kein Meister bekommt die Schülerakte zu sehen.

 

FAZIT

In Schülerakten sammeln Schulen relevante Schullaufbahndaten, um den Entwicklungsweg eines Schülers nachvollziehen zu können. Eltern haben das Recht, die Akte einzusehen und gegebenenfalls einen Antrag auf Löschung veralteter oder nutzloser Daten zu stellen.

 

 

 

Noten-Fairness: Zensuren sind nicht allein eine Frage der Leistung

 

23 Prozent der Kinder zwischen sechs und 18 Jahren haben laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker-Krankenkasse Angst vor Leistungsdruck und schlechten Noten
Colourbox.de          23 Prozent der Kinder zwischen sechs und 18 Jahren haben laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker-Krankenkasse Angst vor Leistungsdruck und schlechten Noten
 
Erwachsene und Kinder akzeptieren Noten als notwendiges Übel. Sie gelten als verlässlich, objektiv und aussagekräftig. Warum aber würde die Mehrheit der Grundschullehrer Noten am liebsten abschaffen?

Noten sind nicht verlässlich. Gibt man dieselbe Arbeit mehreren Lehrern zur Bewertung, streuen die Noten über die ganze Skala von 1 bis 6. Und das nicht nur im Aufsatz, sondern auch in Mathematik. Für den einen Lehrer zählt der Lösungsweg, für den anderen das richtige Ergebnis.
 
Noten sind nicht objektiv. Der Ruf eines Schülers, seine Frisur oder Sprache können zu schlechteren oder besseren Beurteilungen führen. Mädchen und Jungen erzielen bei gleicher Leistung chronisch unterschiedliche Noten. Auch Lehrererwartungen spielen eine Rolle: Wer annimmt, dass jede Klasse schlechte Schüler hervorbringt, wird immer auch schlechte Zensuren vergeben – unabhängig von der Leistung.

Noten sind nicht vergleichbar. Die Zensur allein sagt nichts darüber aus, ob eine Leistung gut oder schlecht ist. Sie zeigt nur, auf welchem Rang ein Schüler zu einem bestimmten Zeitpunkt innerhalb seiner Klasse steht. Es existiert kein objektiver Maßstab, der einer konkreten Leistung eine konkrete Note zuordnet. Das bestimmt allein der Lehrer. Besonders gute oder schlechte Klassenleistungen muss er vor der Schulleitung rechtfertigen. Deshalb wird der Notenspiegel oft angepasst, bis der Durchschnitt passt.
 

Noten sind nicht aussagekräftig. Sie geben keinen Aufschluss über die tatsächlichen Fähigkeiten eines Schülers.

Egal, wie ungerecht Schulnoten sind: Laut Schulrechtsexperten Christian Birnbaum haben Klagen gegen schlechte Übertritts- oder Abiturzeugnisse wenig Erfolgsaussichten: „Ordnet ein Gericht an, die Prüfung zu wiederholen oder die Note zu streichen, nutzen Lehrer oft ihren Ermessensspielraum – dann steht die schlechte Zensur erneut im Zeugnis.“ Sein Tipp: „Eltern sollten sich regelmäßig beim Lehrer erkundigen, wo ihr Kind steht, und gemeinsam Lernziele festlegen. Dann erleben sie selten böse Überraschungen.“

 

FAZIT

Im dreigliedrigen Schulsystem dienen Noten vor allem der Selektion und sagen wenig über den tatsächlichen Leistungsstand eines Schülers aus. Eltern sollten sich dehalb eher auf Lernlücken ihrer Sprösslinge als auf deren Noten konzentrieren.

 

 

Gleiche Chancen: Über den Umgang mit ungeliebten Schülern

 
Lehrer dürfen sich nicht anmerken lassen, ob sie einen Schüler mögen oder nicht
Colourbox.de    Lehrer dürfen sich nicht anmerken lassen, ob sie einen Schüler mögen oder nicht
 
Hauptschullehrerin Heidemarie Brosche über ihren Umgang mit Schülern, die ihr nicht liegen: „Ach, da ist er wieder – der unvermeidliche Schüler, der mir von der ersten Sekunde an auf die Nerven geht. Hat ununterbrochen die Klappe auf, weiß alles besser, zettelt Streit mit den Mitschülern an, will immer nur eines sein: wichtig, wichtig, wichtig! Er sieht noch nicht mal ansprechend aus. Riesige Ohren, fettiges Haar und vor Schmutz strotzende Fingernägel.

Halt! Ehe jemand die Schulbehörde auf den Plan ruft: Ich bin keine so miese Lehrerin, dass ich mir Antipathien wie diese durchgehen lasse! Aber eine so ehrliche, dass ich negative Spontan-Gefühle zugebe. Ja, auch ich habe Schüler, denen mein Herz zufliegt. Die mich auf eine ganz bestimmte Art anschauen, die ihre Mitschüler nicht traktieren, die mich nicht abweisen und mir nicht schmeicheln. Aber: Ich versuche alles, um es nicht bei Spontan-Gefühlen zu belassen!
 

Die Kunst, sich nichts anmerken zu lassen


,Sie mögen eigentlich alle – auch die Blöden, hat neulich eine Schülerin befremdet zu mir gesagt. Wie schön! Wenn es so aussieht, als ob ich alle mag, betrachte ich das als Kompliment. Es gehört zur Professionalität einer Lehrkraft, dass sie nach Kräften versucht, Sympathien und Antipathien zu vermeiden oder zumindest nicht zur Schau zu stellen. Schüler sind nicht unsere Bekannten, die man in liebenswerte und unangenehme Zeitgenossen einteilt, sondern sie sind uns anvertraut. Dazu gehört auch, dass wir sie erst einmal annehmen.

Ein Trick übrigens, der meistens klappt: Besonders unangenehmen Zeitgenossen versuche ich ,in die Seele zu blicken. Oft entdecke ich genug Liebens- oder gar Tröstenswertes, um auch die unschöne Fassade annehmen zu können. Annehmen, nicht hätscheln, wohlgemerkt!“

 

FAZIT

Wie jeder andere Mensch mag auch ein Lehrer bestimmte Schüler auf Anhieb eher als andere. Wenn er seinen Beruf ernst nimmt, darf das aber keine Auswirkungen auf sein Verhalten oder die Notengebung haben.

 

 

Strategien gegen mobbende Lehrer

 
17,6 Prozent der Schulabsolventen in Deutschland wurden während ihrer Schulzeit von Lehrern über Monate hinweg regelmäßig beleidigt, bloßgestellt und angeschrien. Das ist das Ergebnis einer Umfrage
Colourbox.de            17,6 Prozent der Schulabsolventen in Deutschland wurden während ihrer Schulzeit von Lehrern über Monate hinweg regelmäßig beleidigt, bloßgestellt und angeschrien.
 
Das ist das Ergebnis einer Umfrage
 
Strategien gegen mobbende Lehrer skizziert Angelika Bachmann vom Verein „Lernen ohne Angst“:

„38 Jahre nach Abschaffung der Prügelstrafe üben Lehrer an deutschen Schulen immer noch Gewalt gegen Schüler aus. Die Methoden sind subtiler geworden: Als Rohrstock-Ersatz dienen verbale Attacken, Zynismus, Beleidigungen und Diffamierungen. Lehrergewalt ist in Deutschland ein Tabuthema. Politiker, Lehrer und Eltern schweigen das Thema tot. Das ist falsch! Schüler, denen niemand hilft, sind Freiwild für mobbende Lehrer.

Wohl kein Lehrer geht morgens mit dem festen Vorsatz in die Schule, Schüler zu quälen. Nur wenige Überzeugungstäter befürworten Gewalt im Klassenzimmer. Lehrer stehen in der Schule enorm unter Druck und fühlen sich häufig überfordert. Sind Schüler allzu renitent, wissen sich viele nicht anders zu helfen und packen zu. Sind Lehrer deshalb die eigentlichen Opfer des Schulsystems? Nein! Sie haben ihren Beruf frei gewählt und können als mündige Bürger selbst für ihre Interessen einstehen. Kinder hingegen müssen zur Schule gehen. Sie sind ihren Lehrern auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.
 

Demütigende Bemerkungen


Gewalt im Klassenzimmer hat viele Gesichter: Lehrkräfte ignorieren Quälereien und bleiben selbst bei Knochenbrüchen und blutenden Wunden untätig. Demütigende Bemerkungen wie Früher wäre so was wie du im Kreißsaal verreckt, heute haben wir es dank der Gerätemedizin in den Klassen sitzen, werden uns immer wieder gemeldet. Einige Lehrer piesacken Schüler über Monate hinweg und setzen sie bewusst dem Spott der Mitschüler aus. Manchmal fallen Lehrer in uralte Muster zurück: Sie verteilen Kopfnüsse und Tritte in den Po, lassen Schutzbefohlene stundenlang in der Ecke stehen oder erteilen Toilettenverbot, bis der Schüler einnässt.

Laufen Eltern Sturm gegen solche Praktiken, spielen Lehrkraft und Schulleitung die Tat oft herunter. Es handle sich um einen Einzelfall, um Spaß, eine unglückliche Bemerkung, eine verständliche Überreaktion. Das stimmt nicht. Täglich melden Eltern unserem Verein ,Lernen ohne Angst drei neue Fälle. Seriöse Schätzungen gehen davon aus, dass knapp 18 Prozent der Schüler in Deutschland von Lehrermobbing betroffen sind: also regelmäßigen und anhaltenden negativen kommunikativen Handlungen seitens der Pädagogen. Die Münchner Kriminologin Wiebke Steffen kommt zu dem Schluss, dass Schüler tagtäglich der Willkür und Gewalt von Lehrern ausgesetzt sind.

 

Lehrerübergriffe an Grundschulen


Übergriffe kommen vor allem im vermeintlichen Schonraum Grundschule vor. Zu Tätern werden besonders häufig Grundschullehrerinnen ab 45 Jahren und Sportlehrer. Erstere, weil sie den enormen Belastungen ihres Berufs nicht mehr gewachsen sind, Letztere, weil die Körperlichkeit des Schulfachs Grenzen verwischen lässt: Der Tritt in den Schülerpopo gilt dort als kumpelhafter Jux. Meist trifft es unangepasste, ,betreuungsintensive Kinder.

Eltern raten wir, unsere Elternfibel zu lesen und zeitnah mit der betroffenen Lehrkraft zu sprechen. Bringt das nichts, sollten sie Klassenleiter, Schulleitung und Elternsprecher einbeziehen. Mit Glück findet sich eine Lösung: Die Lehrkraft absolviert eine Kur und eine Schulung in gewaltfreier Kommunikation oder ein Anti-Aggressions-Training.

 

Vorwürfe werden heruntergespielt


Meist kommt es anders. Aus falsch verstandenem Corpsgeist mauern Kollegen, Schulleiter und Behörde. Sie spielen Vorwürfe herunter und diffamieren das Opfer als Auslöser. Eltern sind da hilflos. Deshalb plädieren wir für die Einrichtung externer Ombudsstellen, die unparteiisch zwischen den Parteien schlichten.

Unabhängig davon kann ein Streik die Schulleitung zur Räson bringen: Betroffene Kinder und Eltern stehen am nächsten Tag mit der Presse vor der Schule. Schulbehörden hassen Öffentlichkeit, deshalb klärt sich der Fall meist innerhalb einer Woche.

In schweren Fällen empfehle ich, Strafanzeige zu erstatten. Ein Strafprozess kann sich allerdings über Jahre hinziehen und birgt für alle Parteien existenzvernichtendes Potenzial: nervlich, zeitlich und finanziell. Die starre Hierarchie an Schulen, veraltete Strukturen und Handlungsweisen, die im echten Leben nicht denkbar wären, hinterlassen bei Schülern, Eltern und Lehrern Gefühle unendlicher Hilflosigkeit und Wut. Deutsche Schulen sind Pulverfässer! Wenn Politiker und Schulbehörden nicht endlich beschließen, geschundenen Schülern und kranken Lehrern zu helfen, sind Amokläufe programmiert.“

 

FAZIT

Lehrergewalt ist an Schulen allgegenwärtig. Um ihr ein Ende zu bereiten, müssen Behörden und Schulleiter betroffenen Schülern und kranken Kollegen helfen, statt Übergriffe zu vertuschen

 

 

Quelle: Focus-Schule / Schultabus

 

 

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